SDTREE, EINE ART, SANTIAGO DEL TEIDE DURCH DEN SCHUTZ DES GEBIETS ZU ENTDECKEN

Santiago del Teide nahm an der neuen Ausgabe der Internationalen Tourismusmesse (FITUR) in Madrid teil, einer der wichtigsten internationalen Fachmessen der Tourismusbranche. Dort wurde die Kampagne SDTree vorgestellt – eine Initiative, die eine bestimmte Auffassung vom Reiseziel widerspiegelt, die auf der Beziehung zwischen den Menschen und der Umgebung beruht, in der sie leben und die sie besuchen.

Während der Messetage präsentierte die Gemeinde den Branchenfachleuten ein Konzept, das den Wert des Territoriums und die Bedeutung seiner Kenntnis für dessen Schutz in den Mittelpunkt stellt. Damit wird eine Annäherung an das Reiseziel gestärkt, die eng mit der lokalen Identität und einem respektvollen Umgang mit der Landschaft verbunden ist.

Eine Aufforstungsaktion mit direktem Bezug zum Gebiet

Die Kampagne entstand vor dem Hintergrund eines Ereignisses im vergangenen Sommer in der Gemeinde: eines Brandes in der Reserva Natural Especial del Chinyero. Das Feuer erfasste mehr als 70 Hektar und führte zum Verlust von Mandelbäumen, Feigenbäumen sowie weiteren traditionellen Anbauflächen.

In diesem Kontext wurde SDTree entwickelt – eine Aufforstungsmaßnahme im Umfeld des Naturschutzgebiets, an der Anwohnerinnen und Anwohner, Gemeindemitarbeitende, lokale Unternehmen sowie im Ort untergebrachte Besucherinnen und Besucher teilnahmen.

Die Aktion ermöglichte es den Gästen von Santiago del Teide, sich unmittelbar an einer Tätigkeit zu beteiligen, die eng mit dem Gebiet verbunden ist, und dabei das Wissen über die Landschaft sowie ihren Wert für jene kennenzulernen, die sie über Generationen hinweg bewirtschaftet und gepflegt haben.

Diese Initiative steht zugleich im Zusammenhang mit dem Engagement von Santiago del Teide für die Agenda 2030. Durch SDTree leistete die Gemeinde einen direkten Beitrag zu fünf bereits zertifizierten Zielen für nachhaltige Entwicklung und schreitet bei der Zertifizierung des Ziels Nr. 17 – Partnerschaften – weiter voran.

Sollte dieses Ziel erreicht werden, würde Santiago del Teide die Zertifizierung in 15 der 17 Nachhaltigkeitsziele erlangen und sich damit als einzige Gemeinde Europas mit diesem Anerkennungsgrad positionieren.

Wie der Bürgermeister von Santiago del Teide, Emilio Navarro, erläutert, ermöglichen derartige Initiativen den Besucherinnen und Besuchern nicht nur, die Umgebung zu genießen, sondern sich dem Gebiet über Erfahrungen zu nähern, die mit seiner Identität und der historisch gewachsenen Lebens- und Pflegeweise verbunden sind.

Die Tourismusdezernentin Luz Goretti Gorrín betonte ihrerseits, dass SDTree Teil einer kontinuierlichen Arbeitslinie sei, in der die Gemeinde auf konkrete, gebietsbezogene Maßnahmen setzt und damit zeigt, dass solche Initiativen auch einen positiven Einfluss auf den Umweltschutz und das territoriale Bewusstsein haben können.

Das Gebiet durch seine Bewohnerinnen und Bewohner entdecken

Einer der bedeutendsten Aspekte der Aktion war die Beteiligung mehrerer Frauen aus der Region, die seit ihrer Kindheit eng mit dem Gebiet verbunden sind. Sie nahmen an der Pflanzung teil und teilten mit den Besucherinnen und Besuchern ihre persönlichen Erfahrungen darüber, wie diese Landschaft ihr Leben geprägt hat.

In einem nahen und authentischen Austausch wurde vermittelt, wie diese Umgebung über Generationen hinweg gelebt und bewirtschaftet wurde und welche Bedeutung sie für diejenigen hat, die sie kennen und pflegen.

Darüber hinaus wurde bei der Aktion Kompost verwendet, der im eigenen Gemeindegebiet produziert wird und Teil eines Kreislaufwirtschaftsprojekts ist, an dem bereits mehr als 40 Familien beteiligt sind. Ein konsequenter Schritt im Sinne des Kampagnenansatzes, der die Beziehung zur Umgebung auch in der praktischen Umsetzung der Maßnahme widerspiegelte.

Ein Reiseziel, das man kennt und schätzt, wird gepflegt

SDTree fügt sich in eine Handlungsweise ein, in der Santiago del Teide den Schutz der Umwelt mit konkreten Maßnahmen und der Einbindung sowohl der Einwohnerinnen und Einwohner als auch der Besucherinnen und Besucher verbindet. Dabei wird eine direkte und gemeinsame Beziehung zu dem Raum hervorgehoben, der die Gemeinde prägt.

Mit dieser Kampagne lädt Santiago del Teide dazu ein, die Gemeinde aus einer aufmerksamen und nahen Perspektive zu entdecken – in dem Verständnis, dass einen Ort kennenzulernen bedeutet, ihn zu verstehen, zu respektieren und, wenn auch nur für einen Moment, Teil der Art und Weise zu werden, wie diese Umgebung gelebt und gepflegt wird.